Freitag, 23. Dezember 2011

Lehrerfortbildung I (Reading Comprehension)

Was ist wichtiger fuer den Schulerfolg als  lesen koennen? Wie sollen Schueler und Schuelerinnen ohne diese Fertigkeit Informationen aus Texten  entnehmen oder Examensfragen  verstehen ?
Zu den durchgaengigen Erfahrungen aller bisherigen Praktikantengruppen  gehoert das Problem, dass in allen   ‘hoeheren’ Klassen, ab Primary 4 und in der Junior High School,  vielen Schuelern das Lesen immer noch grosse, z.T. unueberwindliche Schwierigkeiten bereitet.
Grund genug, die  erste Lehrerfortbildung  dem Thema “Improvement of Teaching  Reading Comprehension  in Upper Primary and JHS “ zu widmen.  Zwei Dozenten des College of Education Jasikan, darunter der ‘Head of English Departmet’, fuehrten den eintaegigen Workshop durch.
Da die Lehrer aller Schulen Wurupongs , ueber 30 Personen,  eingeladen waren, stellte aus Platzgruenden (Sitzgelegenheiten)  die katholische Kirchengemeinde Wurupongs  ihre Kirche als  Tagungsort   zur Verfuegung. Am 14.9.2011, von 9 Uhr morgens bis 5 Uhr nachmittags  ging es um die Themen: ‘Place of Reading Comprehension in the Curriculum of Upper Primar and JHS’ und ‘Methods of Teaching Reading Comprehension’ ,  mit  praktischen Beispielen .
Von den deutschen Studenten, die am Workshop teilnahmen,  wurden u.a. Aspekte wie Techniken der Worterklaerungen  ohne ‘Materialschlacht’ als besonders hilfreich bezeichnet.
Abgeschlossen wurde der Workshop mit einer schul-und stufenbezogenen Gruppenarbeit mit anschliessender Plenumsdiskussion zur Frage konkreter Probleme beim Unterricht von ‘Reading Comprehension’ sowie Loesungsvorschlaegen. Unter anderem wurden folgende konkreten Vorschlaege genannt: Die Notwendigkeit  mehr Zeit  fuer das Lesen im Wochenplan zur Verfuegung zu stellen, die Steigerung der Lesemotivation durch adaequates  fuer Schueler interessantes Lesematerial,  und verbesserte Unterrichtsvorbereitung der Lehrer, die durch das Vorhandensein von Lehrerhandbuechern unterstuetzt werden sollte. Hervorgehoben wurde das Ziel, dass Schueler erfahren sollten, dass Lesen Spass machen kann.
 
Lesen kann doch Spass machen.

Alle waren so intensiv beteiligt, dass niemand daran dachte, ein Foto vom Workshopgeschehen zu machen. 
Die Kontakte zum College of Education Jasikan, der naechstgelegenen staatlichen Lehrerausbildungsinstitution (ca. 20 km von Wurupong entfernt)  waren hiermit fuer beide Seiten befriedigend etabliert.  Es wurde vereinbart, dass mindestens einmal im Jahr  zu Themen, die von Lehrern gewuenscht werden,  Fortbildungsveranstaltungen in Wurupong stattfinden sollen.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Ghanapraktikum der Universitaet Flensburg, September /Oktober 2011

Mit der Ankunft von 12 Studenten der Universitaet Flensburg auf dem Kotoka International Airport, Accra,  am Samstag, den 3.September 2011 begann das paedagogische Ghanapraktikum 2011 unter Leitung von Prof.Bea Lundt.  Nach einer Einfuehrungsveranstaltung zu interkulturellen Fragen  (Dr. Kwadjoe Fordjor  und Ingrid Fordjor) am Sonntag  und einem Besuch im Goethe-Institut Accra am Montagvormittag fuhr die gesamte Gruppe weiter nach Winneba. Sich-vertraut-machen mit ghanaischen Lebensbedingungen  und einfuehrende Vortraege an der  University of Education, Winneba, nahmen die erste Woche des Ghanaaufenthalts in Anspruch.  Am Samstag, den 10. September trennten sich die beiden Gruppen.  Die Haelfte der Gruppe  blieb in Winneba (Betreuung: Prof. Bea Lundt),  5 Studentinnen und 1 Student fuhren im gemieteten Kleinbus ca. 250 km nord-oestlich in die Volta-Region, nach Wurupong (Betreuung:  Dr. P.K.Fordjor und Ingrid Fordjor ).

Wuruponggruppe unterstuetzt durch Dr.Wolfgang Schulz, Geschaeftsfuehrender  Direktor, Zentrum fuer Lehrerbildung, Univ. Flensburg und Dr. P.K.Fordjor, Betreuer  vor Ort, sowie  die Hauswirtschaftspraktikantin der Osaase Lodge, Jennifer Amoah. V.L.n.R. vorne: Jule, Jennifer, Hanna, Kwadjoe, dahinter: Dolly, Amelie, Ille, Stefan, Wolfgang

Nach der ersten Nacht in der Osaase Lodge  waren fuer Sonntag der Antrittsbesuch bei Nana Asiakwa II, Omanhene of Nkonya Traditional Area, und ein erstes Treffen mit Schulleitern und Mentoren der Schulen, an denen die Praktika stattfinden sollten vorgesehen.
Osaase Lodge auf einem Bild der Gruppe Maerz 2010 
        
Der offizielle Schuljahresbeginn lag dieses Jahr auf dem 13. September.  Was bedeutet ‘Schuljahresbeginn’   in Wurupong?   6 Wochen lang standen die Schulen waehrend der Ferien leer. In den Schulraeumen liegt  der Staub,  das Gras auf der Pausenwiese und auf dem Sportfeld  ist waehrend  der Regenzeit um mindestens einen Meter gewachsen. 
Keine Schule verfuegt ueber ein Buedget fuer Putzen oder Gaertnerarbeiten. D.h.  die erste Schulwoche ist Putz- und Maehwoche. Alle Arbeiten werden von den Schuelern und Schuelerinnen selbst erledigt .
Schuelerin mit landestypischem Besen, Foto der Gruppe Maerz 2010
Die Zeit  wurde genutzt fuer individuelle Vorbereitungen -

besonders angenehm auf der Veranda der Osaase Lodge -

und fuer ein erstes Kennenlernen der Schuelerinnen und Schueler und ihres Umfelds:
Pausenbrot? Nein danke. Dann doch lieber Orangen, Popcorn oder Reis mit Sosse.


Schulfreundinnen auf dem Nachhauseweg


 Schuelerin mit ihrer Mutter



Oder Zeit zum Kauf ghanaischer Stoffe und dem Besuch einer Schneiderin
  Zeit auch fuer die geplante Lehrerfortbildung, durchgefuehrt vom College of Education,  Jasikan.( Siehe Blog 2/2011).

Wurupong verfuegt ueber drei Schulkomplexe. Roman Catholic (Primary School und Junior High School), Presbyterian (Primary School und Junior High School) und District Authority (Primary School und Junior High School). Wer wissen moechte, wie die Gebaeude der Schulen aussehen, findet dazu Bilder im Blog der Gruppe September/Oktober 2010.








Samstag, 27. November 2010

First Wurupong Speech and Prize Giving Day

Mit dem ersten  "Wurupong Speech and Prize Giving Day" am 15. Oktober 2010 im Wurupong Community Center fanden die Unterrichtsprojekte der Studenten der Universität  Flensburg, (Leitung:  Prof. Bea Lundt) ihren Abschluss. Die Anwesenheit von Nana Asiakwa II und seiner Entourage bildeten den würdigen Rahmen und garantierten die erwünschte Aufmerksamkeit.

Wie  schon bei der Präsentation im März 2010  sollte die öffentliche Ausstellung der Schülerarbeiten den Eltern, Verwandten  und der gesamten Gemeinde die Gelegenheit bieten, die Arbeiten der Schüler kennenzulernen, sie zu würdigen und den Schülern durch entsprechende Rückmeldung den Rücken zu stärken.

Der Ermutigung zu weiterem Lernen sollte auch die Vergabe von Preisen für die Klassenbesten in ausgewählten Fächern dienen.


Buchpreise  während der Preisvergabe

In der Primary School Klasse 1-3 erhielten die jeweils Klassenbesten im Fach Mathematik und Lesen/Schreiben einen Buchpreis.  Für Klasse 4-6 waren es die Besten in Mathematik und Englisch.
Für die drei Klassen der Junior High School wurden jeweils Preise  für die Klassenbesten in den sog. Kernfächern (Core Subjects) vergeben d.h. in Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften,  (Integrated Science, d.h. ein Kombinationsfach für Physik, Chemie, Biologie und Landwirtschaft) und  Sozialkunde (Social Studies). Zusätzlich zum Buchpreis erhielten die Schüler eine Urkunde.







Für die 3 Primary Schools und 2 Junior High Schools in Wurupong wuden insgesamt 60  Buchpreise vergeben.
An dieser Stelle vielen Dank an alle, die das Wurupong Schulprojekt in diesem Jahr finanziell unterstützt haben.


Prof. Bea Lundt überreicht einen Preis



Christina Hinz bei der Preisvergabe




















Die Schüler waren begeistert. Der "Speech und Prize Giving Day", eine übliche Einrichtung in erfolgreichen Schulen Ghanas, soll beibehalten werden und regelmäßig  am Ende eines Schuljahres  stattfinden.
Für Lehrer  wurde ein Wurupong Best Teacher Award vergeben. Die Kandidaten, ein Lehrer bzw. eine Lehrerin pro Schule, wurden vom Vertreter der staatlichen Schulaufsicht (Circuit Supervisor) ausgewählt.


 Hier übergibt Nana Asiakwa II, (Omanhene,  Wurupong Traditional Area) den "Best Teacher Award" für die District Authority Primary School an Benson  Agadey.











Wie schon im März hatte die Gruppe aus Flensburg alle notwendigen Materialien für die Unterrichtsprojekte mitgebracht. Was nicht aufgebraucht wurde, wurde den Schulen am Ende der Veranstaltung übergeben.


 Anja (links) und Kristina (rechts) beim Sortieren der Unterrichtsmaterialien.
Den Studenten der Praktikantengruppe Wurupong aus Flensburg und  ihrer Leiterin Frau Professor Bea Lundt ganz herzlichen Dank für Materialien und geleistete Arbeit.  

Mittwoch, 24. November 2010

Unterrichtsprojekte (4) September 2010


Kristina Kuehn, Wurupong Presbyterian Primary School, Class 6,
Fach: Englisch, Text: Kristina Kuehn, Bilder Kristina Kuehn und Semra Jessen


Die Presbyterian Primary School wurde beim letzten Sturm beschädigt.

Daher findet der Unterricht für die höheren Klassen in der gegenüberliegenden JHS statt.




In der Pause


Ich habe mein Praktikum in der Presbyterian Primary School in der Klasse P6 im Fach Englisch absolviert. Das Thema meines Projekts war „This is me and this is my world“. Mir war bei der Planung des Projekts wichtig, dass das Thema alle Kinder anspricht und mit einbezieht. Die Schwierigkeit bestand darin, dass es von Deutschland aus kaum einzuschätzen war, auf welchem Stand sich die Klasse befindet und wie gut sie mit den gewählten Unterrichtsmethoden klarkommen wird. Das Thema musste also geeignet sein, um auf unterschiedlichen Niveaus unterrichtet zu werden.



Kristina im Unterricht
 Meine Klasse bestand aus 20 Schülern im Alter zwischen 12 und 18 Jahren.
In der ersten Woche behandelten wir das Thema „This is me and my body“. Die Kinder haben die nötigen Vokabeln erarbeitet und mit Spielen gefestigt.


Die Kinder begannen Steckbriefe über sich selbst anzulegen.
An einem Tag haben wir aus Papptellern, Tuschfarben und buntem Papier Gesichter bzw. Masken gebastelt, die am Ende Teil der Schlusspräsentation waren.



 
 









In der zweiten Woche war das Thema „This is me and this is my family“ dran. Die Kinder beschrieben ihre familiäre Situation und ihr Familienleben.

 In den beiden ersten Wochen haben wir grammatikalisch das Thema Beschreibungen behandelt und intensiv daran gearbeitet, wie eine Beschreibung und auch Texte im Allgemeinen geschrieben werden. Grundlegende grammatikalische und orthographische Schwierigkeiten haben wir in aller Ausführlichkeit besprochen und in den folgenden Texten immer wieder aufgegriffen.

Zum Ende der zweiten Woche begannen wir das Thema „Freetime activities“, welches erneut ein Schreibanlass für die Kinder war. Natürlich wurde der angefangene Steckbrief mit den neuen Informationen regelmäßig vervollständigt.
Das Thema der dritten Woche „How do I imagine my future?“ konnte letztendlich nur kurz angeschnitten werden, da wir uns in dieser Woche auch der Vorbereitung für die Endpräsentation widmen mussten.
Jedes Kind bekam ein Foto von sich ausgedruckt, welches auf den korrigierten und noch mal in Schönschrift abgeschriebenen Steckbrief geklebt wurde.



Während des Praktikums hatte sich unter uns Praktikantinnen die Idee entwickelt, am Tag der Endpräsentation ein Lied gemeinsam mit allen Klassen zu singen, welches natürlich auch noch geübt werden musste.

An dieser Stelle darf auch unser legendäres Fußballturnier nicht vergessen werden. Alle 6 Praktikumsklassen haben 1x die Woche nachmittags Fußball trainiert, was in der letzten Woche in einem großen Fußballturnier, dem „Wuru-Cup“ seinen Abschluss fand. Das wir dann auch noch den 1. Platz gemacht haben, war natürlich ein Highlight für die Schüler!


Training



Die siegreiche Mannschaft
 
Bei der Endpräsentation konnte ich krankheitsbedingt leider nicht teilnehmen, was mich natürlich sehr traurig gemacht hat! Aber meine Klasse kam, nachdem sie unseren Stand ganz stolz zur Schule gebracht hatte, zum Glück noch einmal zum Verabschieden zur Osaase Lodge!
Das Praktikum war für mich definitiv eine Herausforderung mit vielen Höhen und Tiefen, aber ich möchte die Zeit auf gar keinen Fall missen und bin glücklich, diese wertvollen Erfahrungen gemacht zu haben.


Montag, 22. November 2010

Unterrichtsprojekte (3) September 2010

Semra Jessen, Wurupong Presbyterian Junior High School 2, Fach: Social Studies
Text und Bilder: Semra Jessen



Wurupong Presbyterian Junior High School
  
















Thema: „Environment“
Lernziel: Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihre eigene Umwelt zu beschreiben


Semra im Unterricht


"My personal environment" 














Unterrichtsverlauf: 
In der ersten Unterrichtsstunde ging es darum, dass wir uns kennen lernten. Ich stellte mich vor und ließ die Kinder Namensschilder schreiben. Diese sollten mit einem Symbol verziert werden, welches mit dem Anfangsbuchstaben ihres Namens beginnt (Alex – Apple). Des Weiteren stellte ich das Unterrichtsthema vor, welches uns in den nächsten Wochen beschäftigen sollte und erzählte von der geplanten Präsentation.







Wir begannen mit der Einführung in das Thema in Form eines Brainstormings. Die Kinder sollten alles nennen, was ihnen zu „environment“ einfällt.




Am folgenden Tag ergänzten wir das Brainstorming und teilten die aufgeführten Begriffe in zwei Gruppen ein, „social“ und „physical environment“ (tree: physical environment, school: social environment). Weiter ging es mit der Frage, welche dieser Bestandteile der Umwelt wichtig für jeden einzelnen ist und wie sie uns in unserem Leben beeinflussen. Dies sollten die Schülerinnen und Schüler schriftlich festhalten. Hierbei stellte ich fest, wie unterschiedlich das Niveau der Kinder ist. Einige schrieben angemessenes Englisch und beantworteten die Frage ohne große Schwierigkeiten. Andere verstanden die Aufgabe nicht und konnten auch nicht schreiben. Die sehr unterschiedlichen Fähigkeiten stellten  eine große Herausforderung für mich dar..

Am dritten Unterrichtstag haben die Kinder die Texte korrigiert und ergänzt. Basierend auf das Brainstorming stellten wir eine Definition zu dem Begriff „environment“ auf.
Die Kinder zeichneten ihre persönliche Umwelt mit Buntstiften. Diese Bilder waren für die Ausstellung gedacht, weshalb ich ihnen für diesen Arbeitsschritt möglichst viel Zeit gab.

Auch in den nächsten beiden Stunden wurde gezeichnet. Dies machte allen großen Spaß. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten präzise und konzentriert. Außerdem brachte ich ihnen ein Lied bei. Es heißt „Atte katte nuwa“ und handelt von Inuits auf der Robbenjagd. Ich wählte dieses Lied, da es sprachlich für alle neu und unbekannt ist. Somit hatte jedes Kind das gleiche Ausgangsniveau. Die Melodie ist einfach zu merken und macht Spaß zu singen. Das merkte man auch bei den Kindern.






Prof. Bea Lundt beim Unterrichtsbesuch
 Die Frage nach dem Wohnort der Inuit, deren Lied wir gelernt hatten,  machte einen geographischen Exkurs notwendig. In diesem Zusammenhang befassten wir uns in der nächsten Stunde mit dem Lesen der Weltkarte. Die Schülerinnen und Schüler hatten alle noch nie eine Weltkarte gesehen. Ich erklärte anhand von einer Grafik wie die Welt, welche rund ist wie ein Ball, auf Papier dargestellt wurde. Danach gingen wir vom Großen bis zum Kleinen vor: Wir erarbeiteten uns die Kontinente und Ozeane, dann die Länder bis hin zu den Städten.

 
Die Kinder sollten ihre Texte als Hausaufgabe fertig stellen und korrigieren. Diese wurden kontrolliert und Fragen geklärt. Im Anschluss wiederholten wir das gestrige Thema (die Weltkarte) in Form eines Quiz’ (Jeopardy). Auch wiederholten wir das Lied, welches die Kinder mit großer Freude sangen und sich zur Hymne Wurupongs entpuppte.

Am folgenden Tag brachten die Schülerinnen und Schüler ihre Texte korrigiert und in schöner Handschrift auf Papier. Zusammen mit den Bildern sollen diese ausgestellt werden.


Weiter ging es mit der Einführung eines neuen Unterrichtsthemas, welches ich aus Zeitmangel nur einleiten konnte. Durch das Spiel „Hangman“ lenkte ich das Thema ein: „Environmental Problems“. Dann gab ich drei Unterthemen vor: „water pollution“, „air pollution“ und „soil pollution“. Die Schülerinnen und Schüler teilen Bilder von z.B. verschmutzten Flüssen, Autoabgasen und vermüllten Landschaften diesen drei Kategorien zu. Dabei sollten sie ihren Klassenkameraden beschreiben, was sie auf den Bildern sahen und sie dann der richtigen Kategorie zufügen.



 
In der letzten Unterrichtsstunde wiederholen wir die komplette Unterrichtseinheit. Hierzu bereitete ich wieder ein Jeopardy vor. Am Ende gab ich den Kindern eine halbe Stunde Zeit mir sämtliche Fragen zu Deutschland, Europa und dem Leben dort zu stellen. Ich wurde von Fragen überhäuft. Alle waren sehr neugierig.





Präsentation:
Sowohl alle von den Schülerinnen und Schülern erstellten Bilder als auch alle Texte sollten präsentiert werden. Leider gab der Stand nicht genügend Platz, um alles aufzuhängen. Eine angehängte Mappe enthielt all diejenigen Ergebnis, die keinen Platz auf der Wand fanden. Somit konnte jedes Kind sein Bild und seinen Text wiederfinden.

Fußball:
Neben dem Unterrichten im Fach Social Studies gaben wir Praktikanten Fußballtraining. Die Klassen hatten in der Regel drei Trainingseinheiten, in denen Sportspiele, sowie fußballspezifische Übungen und das Fußballspielen näher gebracht werden sollten. Am Ende dessen fand ein Turnier statt, an dem die sechs Mannschaften gegeneinander antraten.



Die "Hilfstrainerinnen"(Sarah, Christina, Kristina, Anja und Janne) lassen sich von Semra in die Kunst des
'Fußball Couchens' einführen

Fußbhalltraining an der Presbyterian JHS


Sonntag, 21. November 2010

Unterrichtsprojekte (2) September 2010


Janne Schreiber, District Authority Primary School, Class 6, Fach: Englisch
(Text und Bilder: Janne Schreiber)
Projekt: Story Line: Eine fiktive Stadt
Eines der Ziele des Schulprojekts in Nkonya Wurupong ist es, die Literalität der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.
In dem Projekt, welches ich an der Wurupong District Authority Primary School mit der großartigen Unterstützung von Lehrern, Schülerinnen und Schülern begleiten durfte, ging es vor allem darum, die Schülerinnen und Schüler zum kreativen Schreiben zu ermuntern, mit ihnen englisches Vokabular zu erarbeiten bzw. zu festigen und englische Grammatik zu üben.
Dafür ist es wichtig, den Kindern Mut zu machen, ihre eigenen Texte zu verfassen und sie zu ermuntern, ihre eigenen Ideen und Gedanken bildlich und schriftlich festzuhalten und sie später mit Stolz zu präsentieren.
Wurupong District Authority Primary School
 

Schüler bei der Morgenversammlung

Für das Projekt habe ich als Handlungsrahmen die Storyline Methode gewählt. Dies ist ein handlungsorientierter Unterrichtsansatz, indem das Thema wie eine Geschichte in Kapitel eingeteilt wird. Im Mittelpunkt des Unterrichts steht die praktische und kreative Eigenaktivität der Schüler. Die Schüler schaffen im Unterricht ihre eigene bedeutungsvolle Realität in Form von ästhetischen Bildern, Musik, Modellen, Texten, Theaterstücken, technischen Zeichnungen, Zeittafeln, Arbeitsplänen usw. Daher wird das kreative Tun der Schüler (Zeichnen, Malen, Musizieren, Pantomime) in den Unterricht integriert. Am Beginn der Auseinandersetzung mit einem Thema stehen also die Ideen, Erfahrungen, Vorstellungen und Vermutungen der Schüler, nicht die Belehrung durch die Lehrkraft oder durch Medien. Lebenswelt und Erfahrungshintergrund der Schüler werden ernst genommen und bilden das Ausgangsmaterial für das selbstständige Lernen.
Hinter der Unterrichtseinheit stand eine Geschichte, eine Story, die über einen längeren Zeitraum Schritt für Schritt durch die Kinder weiterentwickelt wird, in dem sie Ideen und Erfahrungen aus ihrer Lebenswelt mitbringen. Der Unterricht folgt also einem roten Faden, einer Linie. Jeder Schritt entlang dieser Linie beginnt mit einer sogenannten Schlüsselfrage. Das sind keine Wissensfragen, auf die es eine einfache richtige oder falsche Antwort gibt; Schlüsselfragen lassen sich vielmehr nur durch Überlegen, Ausprobieren oder Entdecken von Zusammenhängen beantworten.

Für diesen Zweck habe ich mit den Schülerinnen und Schülern eine Phantasie- Stadt erfunden, die von den Schülerinnen und Schüler DA- Town genannt wurde. In dieser Stadt fand unsere Unterrichtseinheit statt.

 Jeder verfasste Text handelte über jemanden oder etwas aus dieser Stadt, so bildete die Stadt den Handlungsrahmen für die Unterrichtseinheit. In diesem Zusammenhang bastelten die Kinder Figuren, die die Einwohner DA- Towns darstellten und verfassten Charakterisierungen zu jedem Einwohner.

 
Prototypen der DA-Town-Bewohner
 
Die Bewohner von DA-Stadt


  

 
Auf einer Stellwand schufen die Kinder Haustiere, Wohnhäuser, Familien, Straßen, Pflanzen und vieles mehr und über die Wochen wuchs eine Stadt. Über diese Stadt verfassten die Kinder Texte. Beispielsweise mussten sie das Haustier ihres Charakters beschreiben, indem sie ganz viele Adjektive verwendeten.
Ein anderes Mal beschrieben die Kinder die Familien, die sie entwickelt hatten und mussten die einzelnen Familienmitglieder mit Hilfe der Steigerungsformen von Adjektiven miteinander vergleichen.
Eine weitere Aufgabe war, die Inneneinrichtung der Häuser zu beschreiben. Hierbei lag der Schwerpunkt darauf, die Inneneinrichtung mit Hilfe von Präpositionen zu beschreiben.



Über zwei Stellwände erstreckte sich DA-Stadt bei der Präsentation im Wurupong Community Center: Einmal die Bewohner mit ihren Steckbriefen und dann die eigentliche Stadt mit Häusern Straßern, Bäumen, Tieren und vielen anderen interessanten  Dingen.